Ärger um qualmende Mieter

 

Nicht immer darf man in seinen eigenen vier Wänden tun und lassen was man will. Grenzen setzen das Gesetz und nicht zuletzt der Mietvertrag.

 

Rauchen in der Wohnung ist generell erlaubt. Wenn es aber bestimmte Ausmaße annimmt, kann es schnell zum Zankapfel zwischen Mieter und seinen Nachbarn werden: Sie als Vermieter stehen zwischen allen Fronten. So hatte der BGH über einen Fall aus Düsseldorf zu entscheiden, bei dem der Mieter mehr als 40 Jahre lang in der Wohnung intensiv rauchte. Irgendwann war es dem Vermieter zu viel: Der Qualm belästige die Nachbarn, so sagte der Vermieter und kündigte das Mietverhältnis wegen schwerwiegender Pflichtverletzung des Mietvertrages, weil die Nachbarn nämlich die Miete minderten.

 

In den Vorinstanzen gewann der Vermieter noch. Jetzt entschied der BGH am 19.2.2015, dass der Fall neu verhandelt werden muss. DAs Landgericht habe rechtsfehlerhaft geurteilt und sich nur auf die Aussagen eines Zeugen verlassen, ohne sich das Haus anzusehen. Es hätte aber feststellen müssen, ob es mit der Geruchsbelästigung wirklich so verhält, wie der Vermieter behauptet. Der Fall muss neu aufgerollt werden; der Ausgang ist offen.

 

Haben Sie ebenfalls Ärger mit Ihren Mieterin oder mit (privaten oder gewerblichen) Mietverhältnissen, beraten wir Sie gerne in allen Fragen des Mietrechts.

 

Ansprechpartner RA Thomas Becker

 
 
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