Ein lautes Parkett ist noch keine Ruhestörung

 

Eine Wohnung mit Parkettboden ist für viele Mieter und Wohnungseigentümer Teil eines schönen Zuhause. Jedoch sind Schritte, insbesondere bei High Heels mit hohem Absatz, deutlich hörbar. Das kann besonders die Nachbarn in der unteren Wohnung stören. Die Grenze für die Geräuschbelästigung durch Trittschall liegt bei 63 Dezibel (db).

Der BGH hatte zu entscheiden, ob ein Eigentümer von seinem Nachbarn verlangen kann, dass in der Wohnung über ihm ein Teppichboden zum Schallschutz verlegt wird.

Der BGH stellte nun in seinem Urteil vom 27.2.2015 (Az. V ZR 73/14) fest, dass ein solcher Anspruch nicht besteht. Der ruhegestörte Eigentümer kann von seinem Obendrüber nicht verlangen, dass der Boden ausgetauscht wird.

Geklagt hatte ein Rentnerehepaar aus Travemünde an der Ostsee. 2008 hatten die Nachbarn über ihnen den Teppichboden entfernt und stattdessen Parkett verlegt. Die Kläger meinten, dass sie nun einer erhöhten Lärmbelästigung ausgesetzt sind.

Das Amtsgericht Lübeck gab Ihnen noch Recht. Die Beklagten wurden verurteilt, entweder einen neuen Teppichboden oder einen anderen Belag zur Trittschalldämmung zu verlegen. In der Berufung vor dem Landgericht Itzehoe gewannen aber dann wieder die Beklagten. Dieses Urteil bestätigte nun der BGH.

Sollten Sie Fragen zu Ihren Rechten als Wohneigentümer haben, beraten wir Sie gerne.

 

Ansprechpartner RA Thomas Becker

 

 
 
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